Newsartikel

13.02.2008
Kostenfreie Fahrradmitnahme in Oberfranken - ein Auslaufmodell?

Seit etlichen Jahren zahlen die Gebietskörperschaften (Landkreise und kreisfreie Städte) in Oberfranken einen Pauschalbetrag an die DB-Regio, damit Fahrräder in den Zügen des Nahverkehrs kostenfrei befördert werden können.

Diese bestehenden Verträge laufen zum 31.12.2008 aus. Wie in anderen Teilen Bayerns droht die Gefahr, dass die Bahn die Verträge nicht verlängert oder - wie jetzt in vielen Landkreisen geschehen - die Pauschalen um das 10- bis 20-fache erhöht. In einigen Landkreisen Unterfrankens war die Radmitnahme bis 31.12.2007 ebenfalls kostenfrei. Seit 01.01.2008 ist dies nicht mehr der Fall. So muss z.B. auf der Strecke Richtung Schweinfurt ab Oberhaid eine Fahrradkarte gelöst werden. Die Strecke nach Ebern scheint jedoch nach wie vor kostenfrei zu sein.

Fahrradkarte heißt: Man zahlt in jedem Fall 4,50 € pro Fahrrad. Egal, ob man den ganzen Tag mit der DB-Regio durch Bayern fährt oder nur bis zum nächsten Haltepunkt. Das kann im Extremfall bedeuten, dass man für das Fahrrad mehr zahlt als für die eigentliche Personenfahrkarte!

Eine Verteuerung der Radmitnahme in den Zügen des Nahverkehrs ist gerade hinsichtlich der Umweltverträglichkeit dieser Verkehrsmittel-Kombination für Berufspendler und Fahrradtouristen in Verbindung mit der aktuellen Thematik Klimaerwärmung und CO2-Reduktion eindeutig ein Zeichen in die falsche Richtung, sowohl umwelt- als auch verkehrspolitisch.
Was ist unser Ziel?

Das Maximalziel ist die kostenfreie Fahrradmitnahme in ganz Bayern. Das funktioniert in anderen Bundesländern auch (Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Thüringen). Warum nicht auch in Bayern?
Das Minimalziel ist die Beibehaltung der derzeitigen Situation in Oberfranken.
Vorstellbar wäre noch eine vergünstigte Fahrradkarte für kurze Strecken. Nach unserer Auffassung ist da jedoch Vorsicht geboten, da die Gefahr besteht, dass die Bahn die Preise für diese Tickets nach kurzer Zeit deutlich verteuert.

Was können wir vor Ort dagegen tun?

Da der Besteller des Nahverkehrs das Land Bayern ist, sollte man auf jeden Fall auf die Politik zugehen. Es gibt bereits einen Beschluss aus dem Wirtschaftsausschuss, dass die Staatsregierung Druck auf die Bahn ausüben soll, um die bisherigen Angebote im Nahverkehr zu halten.
Jede/r von uns kann aktiv werden!

Sprechen Sie Ihre Landtagsabgeordneten auf diese Thematik an und fordern Sie diese zum Handeln auf! Die nächste Landtagswahl ist im Herbst 2008!
Machen Sie andere Radler und häufige Bahn-Fahrer auf die Situation aufmerksam!
Sprechen Sie auch andere Politiker (Landräte, Bürgermeister, Stadträte usw.) oder Vertreter von Tourismusverbänden darauf an. Gerade diese setzen auf einen wachsenden Radtourismus oder sprechen zumindest gerne darüber. Wenn die das ernst nehmen, sollten sie auch an einer kostenfreien Radmitnahme Interesse haben!

Diese Informationen gibt es in einer Druckversion zum Weitergeben zum Weitergeben.

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